Sternquell hilft: Dem Dorfclub Tiefenbrunn bei der Erneuerung der Fassade!

Diese alte Scheune stand zunächst zu nah dran am Todesstreifen. Deshalb musste sie aus dem Grenzgebiet der damaligen DDR verschwinden. Die Aktion „Ungeziefer“ bedeutete 1952 die Zwangsumsiedlung tausender Menschen. Sogar Gebäude wurden von der innerdeutschen Grenze entfernt. Republikflüchtlinge hätten sich beispielsweise in einer solchen Scheune verstecken und in der Nacht in den Westen türmen können. Also beschlossen die Grenztruppen der DDR, das hölzerne Haus umzusetzen. So kam Tiefenbrunn zu seiner heutigen Waldklause. Im Ortsteil von Eichigt leben 250 Einwohner.

In über 70 Jahren haben die Einheimischen die Holzhütte ausgebaut. „Und dank ‚Sternquell hilft’ wird jetzt auch die Fassade an der Wetterseite fit für die Zukunft sein“, freuten sich Hendrik Rost (1. Vorstand) und seine Kameraden. 1.000 Euro, die Förderurkunde und einen Kasten Sternquell-Bier hatte der Juryvorsitzende Thomas Münzer mitgebracht. Ja. Es ist eine völlig abstruse Geschichte. Inzwischen ist die ins Hinterland verfrachtete Grenzhütte am Himmelfahrtstag zum Wallfahrtsort vieler fränkischer Ausflügler geworden. Sie kommen aus dem bayrischen Vogtland und so sind die Menschen genau hier vereint, wo früher die deutsch-deutsche-Teilung tiefe Wunden in die Gesellschaft riss.

Als sich im Jahr 1963 der Tiefenbrunner Dorfclub gründete, hätte niemand für möglich gehalten, dass hier später einmal Gemeinderatssitzungen stattfinden würden. Christoph Stölzel kann als ehemaliger Bürgermeister ganz viele interessante Anekdoten beisteuern. So betreibt der 61 Jahre junge Verein die Waldklause in Eigenregie und setzt damit die kulturelle Tiefenbrunner Tradition fort. Geburtstage, Hochzeiten, Schulanfang, Jugendweihe, Klassentreffen, Frauentag, Vatertag, Familienfeiern: In der Waldklause ist ständig was los. Neben der Vermietung hat die Gaststätte aber auch noch mittwochs, freitags und Sonntag geöffnet. Die 22 Vereinsmitglieder teilen sich in die Dienste rein. Zu Gast sind auch häufig die Feuerwehrkameraden, die Kleintierzüchter und die Frauensportgruppe. Internetinfo: www.waldklause-tiefenbrunn.de/Waldklause

Sternquell-Marketingleiter Thomas Münzer: „Am Projekt Waldklause fasziniert uns die Geschichte, vor allem aber begeistert uns das immense, über Jahrzehnte anhaltende Engagement der Tiefenbrunner Bürger. Sie haben mit der Waldklause einen Ort geschaffen, der Menschen zusammenbringt und Generationen vereint. Deshalb freuen wir uns, dass wir mit ‚Sternquell hilft‘ einen Beitrag zum Erhalt dieses Treffpunkts leisten können.“ Beim Vorortbesuch durfte Sternquell-Gebietsverkaufsleiter René Hofmann mit den Verantwortlichen auf die Bewirtschaftung des Vereinsheims durch die Dorfclub-Mitglieder anstoßen: „Ihr seid ein ganz wichtiger Faktor für das Dorfleben!“ Dirk Herrmann ist Gelegenheits-Gastwirt und Stammgast zugleich: „In unserer Waldklause trifft sich Jung und Alt zum wöchentlichen Stammtisch in gemütlicher Runde. Da erfährst du alles.“ Vieles ist festgehalten worden von der verstorbenen Chronistin Heidrun Penzel und ihrer Nachfolgerin Kerstin Mädler. „Ein weiteres Stück Historie können wir heute hinzufügen“, bedankten sich die Dorfclub-Leute bei der Heimatbrauerei für den benötigten Zuschuss sowie bei der Dachtechnik Zineker & Uebel.

Bt: Thomas Münzer (Bildmitte) hat als Juryvorsitzender von Sternquell hilft“ dem Tiefenbrunner Dorfclubvorsitzenden Hendrik Rost (3. von rechts) die Förderurkunde übergeben. Sternquell-Gebietsverkaufsleiter René Hofmann (rechts) hatte noch leckeres Sternquell-Bier dabei. Foto: Sternquell-Brauerei